Steigendes Interesse an der KI-Software von Spoor zur Vogelbeobachtung
Spoor wurde 2021 mit dem Ziel gegründet, mithilfe von Computer Vision die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf lokale Vogelpopulationen zu verringern. Das Start-up hat seine Technologie inzwischen validiert und verzeichnet eine steigende Nachfrage seitens Windparks und anderer Branchen.
Das in Oslo, Norwegen, ansässige Unternehmen Spoor hat eine Software entwickelt, die mithilfe von Computer Vision Vogelarten und Zugmuster verfolgt und identifiziert. Das System erkennt Vögel in einem Umkreis von 2,5 Kilometern (etwa 1,5 Meilen) und funktioniert mit jeder handelsüblichen hochauflösenden Kamera.
Betreiber von Windparks können diese Daten nutzen, um fundiertere Entscheidungen über die Aufstellung der Anlagen zu treffen und den Betrieb an die Zugmuster anzupassen. So könnte ein Windpark beispielsweise seine Anlagen während lokaler Zugspitzen verlangsamen oder ganz anhalten.
Ask Helseth (oben links im Bild), Mitbegründer und CEO von Spoor, erklärte TechCrunch im vergangenen Jahr, dass sein Interesse an diesem Bereich gewachsen sei, nachdem er festgestellt hatte, dass es für Windparks an effektiven Ortungsinstrumenten mangele – obwohl viele Länder aufgrund der Vogelpopulationen strenge Vorschriften für die Standortwahl und den Betrieb von Windparks erlassen.
„Die Erwartungen der Regulierungsbehörden steigen, aber der Branche fehlt ein gutes Instrument“, sagte Helseth damals. „Viele Leute begeben sich mit Ferngläsern und ausgebildeten Hunden ins Gelände, um herauszufinden, wie viele Vögel mit den Windkraftanlagen kollidieren.“
Helseth erklärte TechCrunch letzte Woche, dass das Unternehmen seitdem den Nutzen dieser Technologie unter Beweis gestellt und sich auf deren weitere Verfeinerung konzentriert habe.

Bildnachweis: Spoor Zum Zeitpunkt seiner Startkapitalrunde im Jahr 2024 konnte Spoor Vögel in einem Umkreis von 1 Kilometer verfolgen; diese Reichweite hat sich seitdem verdoppelt. Da das Unternehmen mehr Daten sammelte, um sein KI-Modell zu trainieren, verbesserte sich die Genauigkeit bei der Vogelidentifizierung auf rund 96 %.
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San Francisco | 13.–15. Oktober 2026 JETZT ANMELDEN „Indem man für einige Kunden die Vogelart identifiziert, fügt man eine weitere Ebene hinzu“, sagte Helseth. „Ist es ein Vogel oder kein Vogel? Wir haben einen hauseigenen Ornithologen, der dabei hilft, das Modell auf neue Vogelarten oder neue Artengruppen zu trainieren. Der Einsatz in anderen Ländern bedeutet, dass seltene Arten in der Datenbank erfasst werden.“
Spoor ist mittlerweile auf drei Kontinenten tätig und arbeitet mit mehr als 20 der weltweit größten Energieunternehmen zusammen. Auch aus anderen Branchen, darunter Flughäfen und Aquakulturbetriebe, ist Interesse aufgekommen. Das Unternehmen unterhält eine Partnerschaft mit Rio Tinto, einem in London ansässigen Bergbaugiganten, um Fledermäuse zu verfolgen.
Das Unternehmen hat zudem Anfragen erhalten, seine Technologie zur Verfolgung anderer Objekte ähnlicher Größe einzusetzen – doch laut Helseth erwägt man derzeit noch keine Ausweitung auf diese Bereiche.
„Drohnen sind in unseren Augen natürlich ein Plastikvogel“, scherzte Helseth. „Sie bewegen sich anders und haben eine andere Form und Größe. Derzeit verwerfen wir diese Daten, aber es gibt Interesse daran.“
Spoor hat kürzlich eine Serie-A-Finanzierungsrunde in Höhe von 8 Millionen Euro (9,3 Millionen US-Dollar) unter der Führung von SET Ventures abgeschlossen, an der sich Ørsted Ventures, EnBW New Ventures und Superorganism sowie strategische Investoren beteiligten.
Helseth prognostiziert, dass die Nachfrage nach dieser Art von Technologie nur noch steigen wird, da die Aufsichtsbehörden die Kontrolle über Windparks weiter verschärfen. So haben beispielsweise französische Aufsichtsbehörden im April einen Windpark wegen seiner Auswirkungen auf die lokale Vogelpopulation stillgelegt und Geldstrafen in Höhe von mehreren hundert Millionen verhängt.
„Unsere Mission ist es, das Zusammenleben von Industrie und Natur zu ermöglichen“, sagte Helseth. „Wir haben diesen Weg eingeschlagen, sind aber noch ein kleines Start-up, das sich erst noch beweisen muss. In den kommenden Jahren wollen wir unsere Position in der Windkraftbranche festigen und zu einem weltweit führenden Unternehmen werden, um diese Herausforderungen zu meistern. Gleichzeitig wollen wir einige Anwendungsbeispiele schaffen, die zeigen, dass diese Technologie auch über diesen Hauptanwendungsbereich hinaus einen Mehrwert bietet.“
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Das in Oslo, Norwegen, ansässige Unternehmen Spoor hat eine Software entwickelt, die mithilfe von Computer Vision Vogelarten und Zugmuster verfolgt und identifiziert. Das System erkennt Vögel in einem Umkreis von 2,5 Kilometern (etwa 1,5 Meilen) und funktioniert mit jeder handelsüblichen hochauflösenden Kamera.
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