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Midjourney fordert Hollywood-Studios heraus, die Einhaltung des Urheberrechts angesichts zunehmender Rechtsstreitigkeiten nachzuweisen

Der Urheberrechtsstreit zwischen Hollywood-Studios und generativer KI ist in eine kontroverse Phase der Beweisaufnahme eskaliert. In der Klage, die Disney, Universal Studios und Warner Bros. gegen Midjourney eingereicht haben, hat das KI-Unternehmen Gegenmaßnahmen ergriffen und verlangt, dass die Studios spezifische Details bezüglich ihrer internen Nutzung von KI-Technologien offenlegen.
Der Kern dieses Rechtsstreits dreht sich um den Umfang der Beweisaufnahme. Obwohl ein vorheriges Gerichtsurteil die Verpflichtung der Studios beschränkte, ausschließlich endgültige „kundenorientierte“ Video- und Bilddateien bereitzustellen, hat Midjourney diese Einschränkung abgelehnt. Das Unternehmen argumentiert, dass eine solche Definition selektiv ist und darauf abzielt, ihm den Zugang zu entscheidenden Verteidigungsbeweisen vorzuenthalten. Midjourney vertritt die Auffassung, dass diese zurückgehaltenen Dokumente aufdecken könnten, ob die Studios dieselben Aktivitäten ausüben, denen sie Midjourney vorwerfen – nämlich die Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials ohne Genehmigung zum Training von KI-Modellen.
In seinem neuesten Gerichtsverfahrensakt argumentierte Midjourney, dass, wenn die Studios Bildgenerierungsmodelle für interne kreative Zwecke entwickeln, diese Praktiken darauf hindeuten, dass KI zur „Branchennorm“ in der Filmproduktion geworden ist. Durch diesen Punkt möchte Midjourney dem Gericht zeigen, dass sich die Studios selbst auf ähnliche technologische Ansätze stützen und damit den Vorwurf der „Verletzung“ untergraben. Darüber hinaus hat Midjourney beantragt, dass die Studios alle verwendeten Prompts und generierten Ergebnisse vollständig offenlegen, um den aktuellen Stand der KI-Nutzung in der Entwicklung kreativer Konzepte und Storyboards umfassend zu bewerten.
Als Antwort darauf wandte sich David Singer, Anwalt der Hollywood-Studios, zur Wehr. Er charakterisierte Midjourneys Antrag als unzulässige „Fischzug-Expedition“, die darauf abziele, die internen Kerninformationen der Studios willkürlich zu extrahieren. Singer betonte, dass die Studios nicht beabsichtigten, den technologischen Fortschritt zu behindern, sondern vielmehr forderten, dass Midjourney die Nutzung und Verbreitung ihrer urheberrechtlich geschützten Inhalte klassischer Filme und Charaktere ohne Erlaubnis einstellt.
Während sich der Fall weiterentwickelt, erstreckt sich dieser Konflikt über KI-Trainingsdaten und Urheberrechtsgrenzen über die unmittelbaren Interessen der beteiligten Parteien hinaus. Er ist zu einem entscheidenden Meilenstein bei der Definition zukünftiger KI-Nutzungsstandards und der Zuweisung von Haftungsfragen innerhalb der Filmindustrie geworden. Derzeit ist die Pattsituation bezüglich des Umfangs der Offenlegung von Beweismitteln noch nicht gelöst.
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