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Anthropic, OpenAI und SpaceX übertrumpfen bei den Ausstiegen aus Technologieunternehmen alle Entwicklungen der letzten 25 Jahre bei Weitem.

Wir haben bereits über die intensive IPO-Saison gesprochen, doch da SpaceX nun an der Börse notiert ist und Anthropic – sowie möglicherweise auch OpenAI – bald folgen werden, fällt es leicht, das enorme Ausmaß dieser Entwicklungen zu übersehen.
Eine klare Erinnerung daran lieferte der am Mittwoch veröffentlichte NCVA-Pitchbook Venture Monitor-Bericht. Es ist nicht überraschend, dass Kapital aus dem Privatsektor überwiegend in KI fließt – doch eine Statistik war besonders auffällig. Bei der Bewertung der bevorstehenden IPOs von OpenAI und Anthropic weist der Bericht darauf hin: „Zusammen mit SpaceXs IPO werden diese Börsengänge mehr Wert schaffen als alle seit 2000 erfolgten Börsengänge von Unternehmen, die durch Risikokapitalfinanzierung unterstützt wurden.“
Das ist eine kühne Behauptung, doch die Zahlen lassen kaum Widerspruch zu. SpaceX ist bereits mit einer Bewertung von 1,77 Billionen US-Dollar an die Börse gegangen, und da sowohl Anthropic als auch OpenAI einer Bewertung in Milliardenhöhe entgegenstreben, könnte der Gesamtwert diese 4 Billionen US-Dollar überschreiten. Im Vergleich dazu meldete die US-amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde im vergangenen Jahr lediglich Einnahmen aus IPOs in den USA in Höhe von 70 Milliarden US-Dollar.
Aufmerksame Leser werden mehrere Einschränkungen erkennen. Der Vergleich schließt nicht-US-Unternehmen wie Alibaba mit ein und misst den „geschafften Wert“, anstatt streng genommen flüssiges Bargeld. Viele bedeutende Meilensteine der Technologiebranche – wie das iPhone, die Einführung von Android sowie die Gründung von YouTube und Instagram – traten bereits bei bereits an der Börse notierten Unternehmen auf, weshalb sie nicht in den IPO-Zahlen erscheinen.
Trotzdem waren diese 25 Jahre äußerst ereignisreich. Dazu gehörten die IPOs von Google (2004), Tesla (2010) und Meta (2012) – heute zu den wertvollsten Unternehmen der Welt gehörend. In derselben Zeit wurden LinkedIn, Slack und WhatsApp jeweils für mehr als 20 Milliarden US-Dollar übernommen. Ubers IPO im Wert von 84 Milliarden US-Dollar schien im Jahr 2019 enorm zu sein, doch er macht weniger als 5 Prozent dessen aus, was SpaceX kürzlich einbrachte.
Ein Faktor dafür ist, dass Unternehmen länger im Privatbesitz bleiben. Ein heutiges Google würde voraussichtlich seinen Börsengang verschieben und bei einer höheren Bewertung an die Börse gehen. Ein weiterer Faktor ist die kapitalintensive Natur des KI-Trainings, das Forschungslabore dazu veranlasst hat, enorme Summen aufzubringen und dadurch die Bewertungen in die Höhe zu treiben. Dennoch übertrifft das Ausmaß dieser Börsengänge bei weitem alles, was die Branche bisher erlebt hat, und belastet bereits die Finanzinfrastruktur.
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