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Umfrage zeigt: Von der FDA zugelassenes KI-Diagnosetool für Brustkrebs bleibt hinter den Erwartungen der Radiologen zurück
Eine kürzlich in der Fachzeitschrift „Clinical Imaging“ veröffentlichte Studie von Forschern des UC San Diego Health Center befragte 215 Mitglieder der American Society of Breast Imaging. Die Ergebnisse zeigen, dass KI-Tools zur Brustkrebserkennung in der klinischen Praxis hinter den Erwartungen der Radiologen zurückbleiben. Zwar nutzt fast die Hälfte der Befragten bereits täglich von der FDA zugelassene KI-Diagnosetools, und 11 % planen deren Einführung, doch betrachten die meisten Ärzte diese Tools lediglich als „zweite Meinung“ und nicht als entscheidenden Faktor für ihre diagnostischen Entscheidungen.

Die Umfragedaten verdeutlichen eine erhebliche Diskrepanz zwischen den erwarteten und den tatsächlichen Vorteilen der KI hinsichtlich Effizienzsteigerung und Arbeitsentlastung. Nur 35 % der Befragten gaben einen Rückgang der Nachuntersuchungsraten an, was deutlich unter den erwarteten 59 % liegt. Zudem stellten nur 9 % einen Rückgang unnötiger Biopsien fest, verglichen mit den prognostizierten 36 %, und nur 29 % empfanden eine Verringerung des Burnouts, was unter den erwarteten 56 % liegt. Derzeit sind hohe Kosten und unzureichende institutionelle Unterstützung nach wie vor die Haupthindernisse für den flächendeckenden Einsatz dieser KI-Tools.
Vor über einem Jahrzehnt sagten Branchenexperten voraus, dass Radiologen bald durch KI ersetzt würden – eine These, die in jüngster Zeit im Zusammenhang mit computerbasierten Berufen wieder aufgegriffen wurde. NVIDIA-CEO Jensen Huang kritisierte solche Vorhersagen als Ausdruck eines „KI-getriebenen Gottkomplexes in Bezug auf Arbeitslosigkeit“. Diese Studie unterstreicht, dass die Integration von KI in Fachbereiche wie das Gesundheitswesen kein Prozess ist, der von heute auf morgen geschieht. Kurzfristig liegt der Kernwert der KI eher in der kooperativen Diagnoseunterstützung durch Mensch und KI als im vollständigen Ersatz menschlicher Experten.
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