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Tencent Marvis Ma Weisi für iOS gestartet: Steuern Sie den Desktop Ihres Computers per Smartphone aus der Ferne
Am 23. Juni wurde die iOS-Version von Marvis, dem KI-Assistenten von Tencent auf Betriebssystemebene, offiziell im Apple App Store veröffentlicht. Damit ist nach der Veröffentlichung der Android-, Windows- und macOS-Versionen am 20. Mai nun eine vollständige Abdeckung aller Mobil- und PC-Plattformen erreicht. Nutzer können diesen rund um die Uhr verfügbaren KI-Assistenten nun jederzeit und überall aufrufen und nahtlos zwischen Smartphone und Computer wechseln, wodurch KI in jeden Aspekt des Arbeits- und Alltagslebens integriert wird.

Die iOS-Benutzeroberfläche setzt die einheitliche Designsprache von Marvis fort: Beim Öffnen der App zeigt der Hauptbildschirm den Gesprächseinstieg „Hallo, was möchtest du heute tun?“ an und lädt häufig verwendete Schnellbefehle wie „Webseite mit Reiseführer für Bangkok“, „Aktienkursabfrage zu Tonghuashun“ und „Persönliche Dateiorganisation“, was den Einstieg für Nutzer erleichtert.
Funktionen der iOS-Version: Ein tragbarer Desktop-Zugang auf dem Handy
Der Start der iOS-Version konzentriert sich auf die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Mobil- und Desktop-Geräten. Durch die „Geräteübergreifende Kontosynchronisierung“ können Nutzer mehrere Geräte mit nur einem Smartphone verbinden und steuern – sei es ein Android-Smartphone, das mit einem Mac verbunden ist, oder ein iOS-Smartphone, das mit einem Windows-Computer verbunden ist. Mithilfe der Funktion „Geräteübergreifende Fernsteuerung“ können Nutzer, selbst wenn sie sich nicht am Computer befinden, ihr Smartphone zücken und den Computer-Desktop in Echtzeit über Marvis fernsteuern, um komplexe Aufgaben zu erledigen, die zuvor nur auf einem PC möglich waren, während sie gleichzeitig den Computerbildschirm in Echtzeit einsehen können. So wird eine echte „visuelle Fernsteuerung auf Desktop-Niveau“ erreicht, anstatt einer herkömmlichen befehlsbasierten Fernsteuerung.

In einem alltäglichen Arbeitsszenario kann ein Nutzer beispielsweise, wenn er auf dem Heimweg ein Dokument ergänzen muss, Marvis einfach bitten, das Besprechungsprotokoll vom Computer-Desktop an die mobile App zu senden, und Marvis übernimmt automatisch die geräteübergreifende Positionierung und Übertragung. Befindet er sich im Ausland und benötigt dringend historische Dokumente, kann er diese ebenfalls aus der Ferne abrufen, exportieren und an seine E-Mail-Adresse senden. Nutzer, die Computer für ihre älteren Angehörigen warten müssen, können den Heimcomputer über ihr Smartphone aus der Ferne übernehmen, um Softwareinstallationen und Konfigurationsanpassungen durchzuführen, und dabei den tatsächlichen Computerbildschirm sehen, wodurch sich die mühsame Beschreibung des Problems am Telefon erübrigt.
Zudem können Nutzer selbst bei gesperrtem Computer über ihr Smartphone aus der Ferne das Passwort eingeben und weitere Vorgänge ausführen. Bei zeitaufwändigen Aufgaben wie Spiel-Updates oder dem Herunterladen großer Dateien können Nutzer den Fortschritt jederzeit über ihr Smartphone überprüfen und weitere Anweisungen erteilen. Selbst wenn der Computer offline ist, kann die iOS-Version von Marvis in einen reinen Cloud-Modus wechseln und Aufgaben wie das Abrufen von Informationen und die Dateiverarbeitung eigenständig ausführen.
Dualmodus „Lokal + Cloud“: Erforschung einer neuen Form von KI auf Betriebssystemebene
Im Gegensatz zu den meisten KI-Assistenten, die auf der „Anwendungsschicht“ laufen, verfolgt Tencent mit Marvis einen technischen Ansatz auf „Systemebene“ und setzt auf einen „lokalen Modus + eine hybride Architektur aus Endgerät und Cloud“. Das Produkt bietet zwei Optionen: den „Effizienzmodus“, der durch die Zusammenarbeit zwischen Endgerät und Cloud ein Gleichgewicht zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit herstellt, und den „Lokalmodus“, der auf Basis des lokalen Großmodells auf dem Gerät läuft und sicherstellt, dass Dateien niemals in die Cloud hochgeladen werden müssen, wodurch der Schutz der Nutzerdaten maximiert wird.
Diese Wahl löst aktuelle Probleme der Branche im Zusammenhang mit KI-Agenten: Herkömmliche KI-Agenten basieren in der Regel auf reinem Cloud-Betrieb, was zu vier wesentlichen Engpässen führt – hohe Kosten, Datenschutzbedenken, Verzögerungen bei der Antwort und Nichtverfügbarkeit im Offline-Modus. Jeder Aufruf verbraucht Cloud-Rechenleistung und Token, sensible Dateien müssen in die Cloud hochgeladen werden, Netzwerkschwankungen verlangsamen die Antworten, und „offline“ bedeutet „keine Ressourcen verfügbar“.
Die Lösung von Marvis umfasst eine intensive strategische Zusammenarbeit auf Chip- und Systemebene, wodurch sowohl die lokale Umgebung als auch die Cloud ihre jeweiligen Rollen erfüllen können. Im Bereich der technischen Zusammenarbeit hat Marvis gemeinsam mit Intel Chips auf Basis von OpenVINO optimiert, und das Team hat umfangreiche Arbeiten zur Gerätekompatibilität abgeschlossen, um den reibungslosen und stabilen Betrieb lokaler Modelle auf Hardware-Ebene zu gewährleisten. Auf Systemebene hat Marvis gemeinsam mit Microsoft Zugriffsrechte für Dateien und Einstellungen auf Systemebene erreicht. Dieser Weg – vom Aufbau von Fähigkeiten von Grund auf bis hin zur Zusammenarbeit im Ökosystem auf Systemebene – bildet die Kernkompetenz von Marvis und unterscheidet das Unternehmen von allgemeinen cloudbasierten Agenten.
Im Gegensatz zu anderen KI-Produkten, die zur Verarbeitung ein Hochladen in die Cloud erfordern, verfügt Marvis hingegen über ein kleines, gerätebasiertes Modell, das lokal ausgeführt werden kann und die Indizierung sowie die Voranalyse auf dem Computer des Nutzers durchführt. Selbst im Effizienzmodus werden, nachdem der Nutzer den Auswahlbereich autorisiert hat, die gesamte Erkennung, Organisation und Suche von Dokumenten und Bildern in der lokalen Wissensdatenbank lokal auf dem Gerät durchgeführt, ohne den Computer zu verlassen. Dies gewährleistet sowohl den Datenschutz als auch eine erhebliche Reduzierung des Cloud-Token-Verbrauchs.
Derzeit befindet sich Marvis noch in einer Phase rascher Funktionsweiterentwicklung. Seit seiner Einführung am 20. Mai 2026 hat Marvis eine hohe Aktualisierungsfrequenz beibehalten und innerhalb von nur einem Monat 21 Versionen veröffentlicht – im Durchschnitt eine Version alle 1–2 Tage. Dazu gehören Funktionen wie Sitzungsverwaltung, Spracheingabe, die Verbindung mit einem Mac zur Fernsteuerung über das Smartphone, die Verwaltung von Benutzerprofilen und der ressourcenschonende Modus. Das Team erklärte, dass es in Zukunft schrittweise neue Funktionen wie den lokalen Mac-Modus, eine globale Wissensdatenbank und benutzerdefinierte Agenten einführen werde, um das Produkterlebnis kontinuierlich zu verbessern und gleichzeitig die Nutzer in den Wachstumsprozess von Marvis einzubeziehen.
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