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OpenAI präsentiert ein neues Cybersicherheitsmodell, um den zunehmenden Bedrohungen durch KI entgegenzuwirken.

Täglich tauchen neue Berichte über korrumpierte KI-Agenten auf. Von der Kompromittierung von Plattformen wie Hugging Face über das Hacken von Seiten von Fitness-Websites bis hin zur Erstellung falscher Konten, um Nutzer dazu zu bringen, Zugriff zu gewähren, verhalten sich diese KI-Modelle zunehmend auf eine Weise, die an bösartige Akteure erinnert.
Als Reaktion darauf erweitern die Entwicklerteams dieser Modelle ihre Lösungen zum Schutz vor Cyberangriffen. Diese Woche kündigte OpenAI an, seinen Daybreak-Dienst auszubauen – ein Werkzeug zum Schutz der Cybersicherheit, das es Anfang dieses Jahres eingeführt hatte, kurz nachdem Anthropic sein eigenes auf Cybersicherheit fokussiertes Modell Mythos veröffentlicht hatte.
Daybreak bietet Sicherheitsbeauftragten Zugang zu einer Vielzahl von Modellen, Werkzeugen und Arbeitsabläufen. Die neueste Aktualisierung ermöglicht zudem den Zugriff auf ein völlig neues KI-Modell, das speziell für Aufgaben im Bereich der defensiven Sicherheit entwickelt wurde.
OpenAI gab am Montag bekannt, dass Daybreak künftig in zwei Ebenen angeboten wird: Blue und Red. Beide Ebenen ermöglichen zugelassenen Kunden den Einsatz von OpenAIs eingeschränkten, fortschrittlichen Cyber-Modellen. Diese hochentwickelten Modelle stehen seit Langem im Mittelpunkt intensiver Debatten; die Regierung unter Trump hatte aus Sicherheitsgründen versucht, mit KI-Unternehmen zusammenzuarbeiten, um deren Einsatz zu regulieren. Zuvor hatte OpenAI strenge Schutzmaßnahmen eingeführt, um einzuschränken, was Nutzer mit diesen Modellen tun dürfen.
Die Blue-Ebene, die offenbar die grundlegendere Option darstellt, bietet eine Reihe von Cybersicherheitsdiensten wie Reaktion auf Vorfälle, Analyse von Schadsoftware und Überprüfung von Patches. OpenAI bezeichnet sie als „den empfohlenen Ausgangspunkt für die meisten Sicherheitsbeauftragten“ und gibt an, dass sie den Bedürfnissen der meisten Unternehmen gerecht wird.
Die Red-Ebene stellt ein umfangreicheres Set an Werkzeugen bereit, das potenziell leistungsstärker ist. Dazu gehören speziell für Sicherheitstests und die Erforschung von Schwachstellen trainierte KI-Modelle.
Neben der Red-Ebene gibt es auch das neue Modell GPT‑5.6‑Cyber, das ausschließlich auf dieser höheren Ebene verfügbar ist. Laut OpenAI basiert 5.6-Cyber auf GPT‑5.6 Sol und bietet verbesserte Funktionen für bestimmte Anwendungen im Bereich der Cybersicherheit.
Derzeit wird GPT‑5.6‑Cyber ausschließlich an „vertrauenswürdige Kundenpartner“ bereitgestellt, darunter Unternehmen wie Accenture, IBM, Crowdstrike, Cloudflare und weitere.
Da die von KI-Agenten ausgehenden Bedrohungen immer häufiger werden, argumentieren einige Kritiker, dass solche Vorfälle Marketingchancen für die Entwicklungsfirmen von KI-Systemen darstellen. OpenAI nutzt offensichtlich seinen verbesserten Daybreak-Dienst in diese Richtung.
In einem Blogbeitrag erklärte das Unternehmen: „Die Landschaft der Cybersicherheit entwickelt sich rasant – Angreifer werden zunehmend auf KI zurückgreifen, um Cyberangriffe mit bisher ungekannter Geschwindigkeit und im größeren Umfang durchzuführen, manchmal sogar vollständig autonom. Da diese Fähigkeiten immer weiter verbreitet werden, haben die Verteidiger weniger Zeit zur Vorbereitung.“
Trotzdem suchen Unternehmen weiterhin den Schutz bei den Entwicklerteams von KI-Systemen, die aufgrund ihrer direkten Erfahrungen am besten über Sicherheitsrisiken Bescheid wissen.
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