Nvidia mietet Rechenzentren, Anthropic zahlt 3,5 Milliarden Dollar

Ein am 1. September im Wall Street Journal veröffentlichter Bericht enthüllt, dass das KI-Unternehmen Anthropic einen Cloud-Computing-Vertrag über 35 Milliarden US-Dollar (ca. 235,752 Milliarden RMB) mit dem Anbieter Lambda abgeschlossen hat. Diese Vereinbarung zeichnet sich durch eine einzigartige Untervermietungstruktur aus: Die Rechenleistung, die Anthropic erhält, stammt von Rechenzentrumskapazitäten, die zuvor von NVIDIA reserviert wurden.
Offenlegung von NVIDIAs „Zweiter Vermieter“-Strategie
Die betreffenden Einrichtungen befinden sich im Nueces County in Texas und werden von Hut 8, einem Unternehmen für Bitcoin-Mining und die Entwicklung von Rechenzentren, errichtet. Bereits vor einigen Wochen hatte NVIDIA durch eine Vereinbarung mit Hut 8 einen Leasingvertrag für dieses Rechenzentrum gesichert.
In diesem Modell nutzt Lambda das derzeit von Hut 8 entwickelte Rechenzentrum, installiert dort Chips, die von NVIDIA gekauft wurden, und bietet Anthropic Cloud-Dienste an. Dadurch kann Lambda die vorab anfallenden Kosten für die Rechenzentrumsstandorte vermeiden, obwohl die Gebühren, die Lambda an NVIDIA zahlt, nicht offengelegt wurden.
Diese Transaktion ist ein weiterer Fall, in dem NVIDIA Anthropic den Zugang zu Rechenressourcen ermöglicht. Zu Beginn dieses Jahres sah sich Anthropic angesichts der wachsenden Nachfrage nach seinen Produkten vor Engpässen bei der Versorgung gezwungen und schloss daher aggressive Cloud-Computing-Verträge ab. Noch in diesem Monat hat Anthropic einen Rechenleasingvertrag über 45 Milliarden US-Dollar (ca. 303,109 Milliarden RMB) mit Nscale abgeschlossen, einem weiteren von NVIDIA unterstützten Cloud-Anbieter.
Wettbewerbs- und regulatorische Unsicherheiten
Bemerkenswerterweise entwickelt Hut 8 zusätzliche Rechenzentren für Anthropic, die Google-TPUs einsetzen werden, um mit NVIDIAs Chips zu konkurrieren. Google hat Hut 8 finanziell unterstützt, um die Finanzierung zu sichern. Im Juli gab Hut 8 bekannt, dass ein „hochbewertetes Unternehmen mit hoher Bonität“ einen 15-jährigen Leasingvertrag für das gesamte 700-Megawatt-Standortgelände in Texas unterzeichnet habe, ohne die Identität des Mieters preiszugeben.
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