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Midjourney geht über künstlerische Kreationen hinaus und steigt mit einem neuen Ganzkörper-Ultraschallscanner in den Gesundheitssektor ein
Die Grenzen der Innovation im Bereich der künstlichen Intelligenz verschieben sich in rasantem Tempo. Midjourney , das vor allem für seine bahnbrechenden Fähigkeiten zur Bilderzeugung bekannt ist, hat kürzlich seinen offiziellen Einstieg in den Bereich der medizinischen Bildgebung angekündigt und dabei sein erstes Hardware-Produkt vorgestellt: einen Ganzkörperscanner, der auf Ultraschalltechnologie basiert. Dieser strategische Schritt steht für das Bestreben des Unternehmens, seine KI-Rechenkapazitäten über die einfache Bilderzeugung hinaus zu erweitern, um eine präzise Analyse der menschlichen Anatomie zu ermöglichen.
Der als „Midjourney Scanner“ bezeichnete Scanner zeichnet sich durch ein hochmodernes Design aus. Er nutzt ein ringförmiges Sensorarray und verfügt dank enger Zusammenarbeit mit dem Ultraschalltechnologieanbieter Butterfly Network über 40 Bildgebungsmodule. Das Funktionsprinzip ähnelt der Echoortung – Nutzer müssen lediglich in einem flachen Becken stehen, während das Gerät langsam über ihren Körper gleitet und über Tausende von Wandlern Echosignale aussendet und empfängt. Nach Angaben des Unternehmens dauert ein vollständiger Ganzkörperscan nur 60 Sekunden und liefert hochpräzise dreidimensionale Querschnittsbilder, die Muskeln, Fett, Knochenstruktur und bestimmte innere Organe detailliert darstellen.

Hinsichtlich der potenziellen Anwendungsmöglichkeiten dieses Geräts zeigte sich CEO David Holz sehr optimistisch. Er ist der Ansicht, dass diese nicht-ionisierende, nicht-magnetische Scanmethode die medizinische Bildgebung so alltäglich wie routinemäßige Gesundheitsuntersuchungen machen könnte, und er stellt sich vor, dass Nutzer ihren Körper regelmäßig scannen, um Veränderungen aufgrund ihrer Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu verfolgen. Um diese Vision zu verwirklichen, plant Midjourney die Eröffnung einer integrierten Einrichtung am Union Square in San Francisco, die Scan-Dienstleistungen mit Fitness- und Spa-Angeboten kombinieren wird; die Eröffnung ist für Ende 2027 vorgesehen.
Aus technischer Sicht erreicht die Rechenleistung des Scanners im Backend bis zu 2 PFLOPS. Es bleibt jedoch unklar, ob dieses System eng mit den ursprünglichen KI-Bildgenerierungsmodellen von Midjourney verknüpft ist. Viele Experten sehen darin einen Teil der Unternehmensstrategie, ungenutzte Rechenressourcen zu nutzen und neue Wachstumsbereiche zu erschließen.
Trotz dieser Fortschritte ist der Einstieg in den medizinischen Bereich mit ganz eigenen Herausforderungen verbunden. Midjourney betont derzeit, dass der Scanner darauf ausgelegt ist, „Körperzusammensetzungskarten“ zu erstellen, anstatt klinische Diagnosen zu liefern, wodurch die komplexen regulatorischen Anforderungen für Medizinprodukte umgangen werden. Sollten die Scanergebnisse jedoch offiziell zur Diagnose von Krankheiten verwendet werden, müssen sie dennoch einer strengen FDA-Zulassung unterzogen werden. Holz räumte ein, dass sich dieser Ansatz noch in einem frühen Stadium befindet und das Unternehmen daran arbeitet, die Datenverwaltungspraktiken zu verfeinern sowie die zugehörigen Technologien und klinischen Arbeitsabläufe weiterzuentwickeln. Durch den Übergang von einem kreativen Werkzeug zu einer Lösung für die medizinische Bildgebung könnte das branchenübergreifende Experiment von Midjourney den Weg für neue Ansätze im persönlichen Gesundheitsmanagement ebnen.
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