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GitHub-Code offenbart, dass Anthropic AMD-Kunde ist und signalisiert einen Wechsel von NVIDIA.

Ein einzelner öffentlicher Code-Zweig hat unbeabsichtigt Geschäftsgeheimnisse offengelegt und die nächste Generation der Chiparchitektur von Anthropic enthüllt. Laut der Branchenanalysefirma SemiAnalysis identifiziert Code, der auf GitHub von AMDs Senior Director für AI-Geschäft veröffentlicht wurde, Anthropic eindeutig als AMD-Kunden. Dieses inoffizielle, nicht-medial geleakte Signal sendet eine klare Botschaft: Anthropic erweitert aktiv seine Hardware-Partnerschaften und reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen Rechenanbieter.
Am Montag veröffentlichte SemiAnalysis eine Analyse auf X, die auf einer technischen Überprüfung des von AMDs Senior Director freigegebenen öffentlichen Codes basiert. Der Code verweist explizit auf Anthropeps Status als AMD-Klient. Das Unternehmen gab an, weitere Details und Kontexte bezüglich des Codes bereitzustellen. Wenn dies zutrifft, positioniert diese Entwicklung AMD dazu, einen Anteil am hochpreisigen AI-Trainingsmarkt zu erobern, der zuvor von NVIDIA und Google dominiert wurde, und beschleunigt gleichzeitig Anthropeps Wechsel zu einer diversifizierten Recheninfrastruktur.
Die Quelle dieser Information ist bemerkenswert. Statt über offizielle Pressemitteilungen oder Nachrichtenagenturen zu stammen, entstand die Daten aus Code, der von einem AMD-Manager auf GitHub bereitgestellt wurde. SemiAnalysis analysierte den Code und teilte seine Erkenntnisse auf X. Im Technologiesektor sind versehentliche Lecks über öffentliche Repositories nicht selten; da GitHub durchsuchbar ist und der Herausgeber eine leitende Position bei AMD innehatte, ist die Glaubwürdigkeit dieser Informationen hoch. SemiAnalysis hat zugesagt, die Logik des Codes weiterhin zu zerlegen und dem Markt eine umfassende Aufschlüsselung zu bieten.
Noch bevor diese AMD-Verbindung enthüllt wurde, war Anthropeps Rechenbeschaffung bereits multi-quellig. Googles TPU (Tensor Processing Unit) dient als Schlüsselressource, die mit Googles strategischer Investition in Anthropic verbunden ist. Darüber hinaus wurde Samsung in sein Lieferanten-Ökosystem integriert. Diese bestehende Konfiguration zeigt, dass Anthropic darauf verzichtet hat, auf einen einzelnen Anbieter zu setzen, sondern stattdessen eine diversifizierte Lieferantenmatrix aufgebaut hat. Die Hinzunahme von AMD fügt eine weitere Hochleistungs-Rechenoption neben NVIDIA-GPUs hinzu.
Für Anthropic hat die Integration von AMD erheblichen strategischen Wert. Da das Training und die Inferenz von Modellen skalieren, sind Risiken im Zusammenhang mit der Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter – wie Lieferkettenverwundbarkeit, begrenzte Verhandlungsmacht und technologische Lock-in-Effekte – offenkundig geworden. Durch die gleichzeitige Nutzung von Google TPU, Samsung und AMD kann Anthropic die Kostenkontrolle, die Stabilität der Versorgung und die technische Flexibilität besser ausbalancieren. Für AMD ist die Sicherung von Anthropic als Kunde ein wichtiger Meilenstein. Da AMD kontinuierlich in AI-Chips für Rechenzentren investiert hat, sind AMDs MI-Serie-GPUs wichtige Konkurrenten zu NVIDIA’s H-Serie. Die offizielle Annahme durch Anthropic würde AMDs Präsenz unter den Top-AI-Laboren stärken und messbare Einnahmen für seine AI-Division für Rechenzentren generieren.
Anthropeps Strategie spiegelt einen breiteren Branchentrend wider. Da OpenAI, Google DeepMind, Meta AI und andere Marktführer ihre Rechenanforderungen erhöhen, erweitern AI-Unternehmen kollektiv ihre Basis an Chip-Lieferanten, um das Risiko der übermäßigen Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter zu mindern. Diese kollektive Diversifizierung schafft einen Einstiegspunkt für AMD, Intel und andere Herausforderer von NVIDIA in die Kern-Lieferkette der AI-Kunden.
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