Deloitte: KI-Risiken dämpfen den Optimismus hinsichtlich der Produktivität
Die jüngste CFO-Umfrage von Deloitte im Vereinigten Königreich zeigt einen positiveren Ausblick für große britische Unternehmen, wobei Technologieinvestitionen – insbesondere in künstliche Intelligenz – zu einem zentralen strategischen Schwerpunkt werden. Die Umfrage deutet darauf hin, dass zwar die makroökonomischen und geopolitischen Risiken weiterhin hoch sind, die Unternehmensvorstände sich jedoch zunehmend darauf einigen, dass digitale Kompetenzen ein wesentlicher Motor für Produktivität und mittelfristiges Wachstum sind.
Das auffälligste Ergebnis betrifft die Technologieausgaben. Eindeutige 96 % der CFOs erwarten, dass britische Unternehmen ihre Technologieinvestitionen in den nächsten fünf Jahren erhöhen werden, wobei 77 % Produktivitäts- und Leistungssteigerungen erwarten. Diese Zahlen sind für einen auf CFOs ausgerichteten Bericht bemerkenswert und signalisieren, dass digitale Ausgaben nicht mehr als optional oder zyklisch angesehen werden, sondern als strukturelle Investition behandelt werden, ähnlich wie Kapitalausgaben in vergangenen Industriezeitaltern. Für IT-Führungskräfte deutet dies darauf hin, dass eine nachhaltige Finanzierung verfügbar ist, unterstreicht aber auch die gestiegenen Erwartungen hinsichtlich der Umsetzung, Integration und messbaren Renditen von Technologieinitiativen.
Künstliche Intelligenz steht sowohl im Mittelpunkt des Berichts als auch der allgemeinen Stimmung unter den CFOs. Der Anteil der CFOs, die hinsichtlich des Potenzials von KI zur Steigerung der Unternehmensleistung „optimistischer“ sind, ist auf 59 % gestiegen, gegenüber 39 % im dritten Quartal 2024. Diese Verschiebung ist nicht marginal; sie deutet darauf hin, dass KI den Schritt vom Experimentierstadium in den Bereich des allgemeinen finanziellen Vertrauens geschafft hat. Wichtig ist, dass die Umfrage keinen entsprechenden Anstieg der allgemeinen Risikobereitschaft zeigt. Die Risikobereitschaft verbessert sich zwar, bleibt aber mit 15 % verhalten und liegt unter dem langfristigen Durchschnitt von 25 %. Diese Kombination – Vertrauen in KI gepaart mit anhaltender finanzieller Vorsicht – hat Auswirkungen darauf, wie KI-Projekte voraussichtlich gesteuert werden. Es wird erwartet, dass Finanzabteilungen klar definierte Anwendungsfälle und eindeutige Produktivitätskennzahlen gegenüber offenen Versuchen bevorzugen werden.
Für Finanzfachleute untermauern die Ergebnisse die Rolle des CFO als aktiver Verfechter von Technologie und nicht nur als passiver Budgetverwalter. Die Umfrage positioniert Finanzverantwortliche als wichtige Gestalter der digitalen Strategie, insbesondere im Hinblick auf KI. Die Betonung von Produktivitätssteigerungen deutet auf eine Präferenz für Anwendungen hin, die Prozesse automatisieren und die Finanzprognose unterstützen, und nicht nur auf kundenorientierte Innovationen. IT-Teams sollten sich auf eine strengere Prüfung von Business Cases, eine stärkere Einbindung der Kollegen aus dem Finanzbereich und einen größeren Bedarf einstellen, technische Fähigkeiten in klare finanzielle Ergebnisse umzusetzen.
Trotz der sich verbessernden Stimmung unterstreicht die Umfrage auch anhaltende Einschränkungen. Das allgemeine Geschäftsklima hat sich zwar gegenüber früheren Tiefstständen verbessert, bleibt aber mit einem Nettowert von -13 % negativ und liegt unter dem langfristigen Durchschnitt. Investitionen haben Priorität, doch nur 17 % der CFOs stufen sie als „hohe Priorität“ ein – kaum über dem langfristigen Durchschnitt. Dies bedeutet, dass Investitionen zwar geschützt, aber nicht garantiert sind: Programme, die als spekulativ, schlecht gesteuert oder nicht auf Produktivitätsziele ausgerichtet wahrgenommen werden, bleiben gefährdet.
Die externen Unsicherheiten nehmen zwar ab, sind aber nach wie vor erheblich. 38 % der CFOs stufen ihre Zukunftsunsicherheit weiterhin als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein, und geopolitische Faktoren dominieren weiterhin das Risikobild – 65 % der Befragten nannten sie als Hauptursache. Die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität des Vereinigten Königreichs folgen dicht dahinter mit einer historisch hohen Risikoeinstufung von 62 %. Auch die Systemresilienz, Datensicherheit, Energieeffizienz und Transparenz der Lieferkette dürften neben den umfassenderen Effizienzzielen, die durch KI ermöglicht werden, Aufmerksamkeit erfordern.
Ein wichtiger Unterton der Umfrage ist der menschliche Aspekt der Technologieeinführung. Die Analyse von Deloitte erkennt an, dass der Wert von KI davon abhängt, Technologie mit menschlichen Fähigkeiten zu verbinden und die Qualifizierung der Belegschaft voranzutreiben. Auch wenn dies in den Daten nicht quantifiziert ist, steht dies im Einklang mit dem übergeordneten Thema des vorsichtigen Optimismus: CFOs sind bereit zu investieren, gehen jedoch nicht davon aus, dass Technologie allein Ergebnisse liefern wird. Dies untermauert das Argument, dass die IT-Führung Change Management, Schulungen, Governance und Aufsicht von Anfang an in neue digitale Programme einbinden sollte.
Die Deloitte-CFO-Umfrage deutet auf einen pragmatischen, entschlossenen Wandel hin zu technologiegetriebener Produktivität in der britischen Wirtschaft. Am deutlichsten zeigt sich dies in den anhaltenden Investitionen in die Digitalisierung und dem deutlich gestiegenen Vertrauen in KI. Anhaltende Vorsicht gegenüber Risiken und das Bewusstsein für ein herausforderndes externes Umfeld bleiben bestehen. Für Finanzfachleute liegt die Priorität auf der Zuweisung von Kapital zu Initiativen, die nachweislich die Leistung verbessern können. Für IT-Mitarbeiter erweitern sich die Möglichkeiten, aber auch die Verantwortlichkeiten. Digitale Ambitionen werden wahrscheinlich finanziert, jedoch nur dort, wo sie sich in glaubwürdigen, überprüfbaren Geschäftswert umsetzen lassen.

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Trotz der sich verbessernden Stimmung unterstreicht die Umfrage auch anhaltende Einschränkungen. Das allgemeine Geschäftsklima hat sich zwar gegenüber früheren Tiefstständen verbessert, bleibt aber mit einem Nettowert von -13 % negativ und liegt unter dem langfristigen Durchschnitt. Investitionen haben Priorität, doch nur 17 % der CFOs stufen sie als „hohe Priorität“ ein – kaum über dem langfristigen Durchschnitt. Dies bedeutet, dass Investitionen zwar geschützt, aber nicht garantiert sind: Programme, die als spekulativ, schlecht gesteuert oder nicht auf Produktivitätsziele ausgerichtet wahrgenommen werden, bleiben gefährdet.
Die externen Unsicherheiten nehmen zwar ab, sind aber nach wie vor erheblich. 38 % der CFOs stufen ihre Zukunftsunsicherheit weiterhin als „hoch“ oder „sehr hoch“ ein, und geopolitische Faktoren dominieren weiterhin das Risikobild – 65 % der Befragten nannten sie als Hauptursache. Die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität des Vereinigten Königreichs folgen dicht dahinter mit einer historisch hohen Risikoeinstufung von 62 %. Auch die Systemresilienz, Datensicherheit, Energieeffizienz und Transparenz der Lieferkette dürften neben den umfassenderen Effizienzzielen, die durch KI ermöglicht werden, Aufmerksamkeit erfordern.
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