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Cloudflare geht mit neuen Regeln zur Massenblockierung gegen gemischte KI-Crawler vor

Cloudflare hat ein umfangreiches Update seiner Standard-Dienstregeln eingeführt und gibt KI-Unternehmen branchenweit bis zum 15. September Zeit, diese umzusetzen. Alle KI-Anbieter sind nun verpflichtet, zwischen Such-Crawlern, Crawlern für das Modelltraining und KI-Agenten-spezifischen Crawlern zu unterscheiden. Alle gemischten Crawler, die diese Unterscheidung nicht vornehmen, werden vom System automatisch blockiert, sobald sie versuchen, auf Seiten zuzugreifen, die Werbung enthalten.
Die neuen Regeln haben einen breiten Anwendungsbereich und gelten gleichermaßen für neue Plattformkunden, bestehende Nutzer, die neue Websites erstellen, sowie für alle Websites von Nutzern der kostenlosen Version. Wenn ein Website-Administrator gemischte Crawler zulassen möchte, besteht die einzige Möglichkeit darin, die Backend-Konfiguration manuell anzupassen – eine Änderung, die sich direkt darauf auswirkt, wie KI-Unternehmen Webinhalte für Trainingsmaterialien sammeln.
Viele Website-Administratoren haben kein Problem damit, dass traditionelle Suchmaschinen ihre Inhalte indexieren, wollen jedoch nicht, dass ihr geistiges Eigentum ohne Vergütung gesammelt und für Trainingszwecke verwendet wird. Cloudflare hat darauf hingewiesen, dass Googles Crawler sowohl der Suche als auch der KI-Datenerfassung dient, was es für Websites schwierig macht, die Suchindexierung zuzulassen und gleichzeitig das KI-Training zu blockieren. Als Reaktion darauf hat Google ein spezielles Roboter-Tool eingeführt, mit dem Websites den Zugriff für das KI-Training blockieren können, ohne die Suchindexierung zu beeinträchtigen.
Allerdings wird Googles Haupt-Crawler weiterhin Daten für die in die Suchmaschine integrierten KI-Funktionen sammeln, was eine vollständige Trennung der Anforderungen an Such- und KI-Daten erschwert. Der CEO der Plattform merkte an, dass der Traffic durch Bots den der menschlichen Besucher längst überholt habe und das Branchenökosystem dringend verschiedene Crawling-Verhaltensweisen regulieren müsse.
Cloudflare verbessert seine Tools zum Schutz von Inhalten kontinuierlich weiter und entwickelt sich vom Anti-KI-Crawler-Tool aus dem Jahr 2024 hin zu einem neuen wertbasierten Abrechnungsmodell. Bislang berechnete die Plattform ihre Gebühren auf Basis des Crawling-Volumens, hat nun aber ein Pay-per-Use-Modell eingeführt, bei dem die Gebühren anhand der tatsächlichen Einnahmen berechnet werden, die die Inhalte in KI-Anwendungen generieren. Daten zeigen, dass über die Hälfte der KI-Crawler wiederholt Seiten abtasten, die nicht aktualisiert wurden, und der Zahlungsmechanismus kann ungültigen Traffic reduzieren und gleichzeitig die Einnahmen der Urheber steigern.
Das aktuelle Abrechnungsmodell wurde bereits mit zwei KI-Unternehmen getestet und ermöglicht es Website-Betreibern, direkte Einnahmen zu erzielen, wenn ihre Inhalte von KI-Produkten genutzt werden. In einem Umfeld, in dem die urheberrechtlichen Vorschriften immer strenger werden, zwingen die neuen Regeln KI-Unternehmen dazu, die Transparenz ihrer Crawling-Aktivitäten zu erhöhen, wodurch Web-Ersteller mehr Kontrolle über ihre Inhalte erhalten.
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