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Claude-Chat-Link wurde von Suchmaschinen falsch indexiert, wodurch private Schlüssel und sensible Daten offengelegt wurden
Am vergangenen Wochenende fiel Nutzern auf, dass Links zum Teilen von Claude-AI-Sitzungen direkt in den Google-Suchergebnissen erschienen. Das Kernproblem besteht darin, dass Anthropic es versäumt hat, diese Freigabelinks mit einem „no-index“-Tag zu versehen. Das bedeutet, dass die Verwendung des Befehls „SITE:“ zahlreiche Sitzungslinks offenlegt, die bereits von Google oder anderen Suchmaschinen indexiert wurden und von denen einige private Nutzerdaten enthalten.
Es ist wichtig zu betonen, dass es sich hierbei weder um einen Einbruch in die Backend-Datenbank von Anthropic noch um ein Durchsickern nicht geteilter Chat-Protokolle handelt. Suchmaschinen haben in erster Linie von Nutzern selbst generierte Links zum Teilen von Sitzungen gecrawlt, die für jeden öffentlich zugänglich sind, der die Adresse kennt. Das Problem entsteht, weil viele Nutzer glaubten, diese Links seien privat und nur für Kollegen oder Freunde bestimmt, ohne zu wissen, dass ein Link, sobald er auf öffentlichen Webseiten, in Foren oder auf sozialen Plattformen erscheint, von Suchmaschinen entdeckt und indexiert werden kann. Dadurch können Fremde den Link über die Suche finden und den Inhalt der Unterhaltung direkt einsehen.

Tests ergaben, dass einige von Nutzern geteilte Sitzungen private Wallet-Schlüssel, illegale Beratungen, Details zu Unternehmensaufgaben und identifizierbare personenbezogene Daten enthielten. Eine solche Offenlegung im Internet stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Obwohl Claude die Nutzer bei der Erstellung eines Freigabelinks vor den Risiken warnt, sind sich viele nach wie vor nicht bewusst, dass das Erstellen eines Freigabelinks die Sitzung potenziellen Lecks aussetzt und es anderen ermöglicht, sensible Inhalte öffentlich einzusehen.
Viele Nutzer glauben fälschlicherweise, dass die Sicherheit dadurch gewährleistet ist, dass sie den Link nicht an Fremde weiterleiten, und verstehen dabei nicht, wie Suchmaschinen-Crawler funktionieren. Folglich hätte Anthropic ein „no-index“-Tag implementieren müssen, doch aufgrund einer Fehlkonfiguration wurde eine große Anzahl von Freigabelinks erfolgreich von Google, Bing, Yandex und anderen Suchmaschinen gecrawlt.
Anthropic hat sich inzwischen mit den Suchmaschinenanbietern in Verbindung gesetzt, um diese Links entfernen zu lassen, doch einige Suchmaschinen könnten noch Rest- oder zwischengespeicherte Versionen enthalten. Nutzern, die Sitzungen mit sensiblen Inhalten geteilt haben, wird empfohlen, diese Sitzungen ausfindig zu machen und direkt zu löschen.
Die Hauptursache für dieses Problem ist wahrscheinlich ein technischer Konfigurationsfehler. Der Pfad /share/* von Claude war in der robots.txt gesperrt, doch der Antwort-Header der Seite enthielt zudem das Attribut „X-Robots-Tag: none“, das effektiv als „noindex“ und „nofollow“ fungierte. Dies mag zwar wie eine doppelte Absicherung erscheinen, kann jedoch kontraproduktive Auswirkungen haben. In der offiziellen Dokumentation von Google heißt es, dass Such-Crawler das „noindex“-Attribut oder das „X-Robots-Tag“ im Antwort-Header nicht lesen können, wenn eine Seite durch „robots.txt“ für das Crawlen gesperrt ist. Das hat zur Folge, dass Suchmaschinen zwar den Hauptinhalt nicht crawlen, diese URLs jedoch über externe Links entdecken und in den Suchergebnissen anzeigen können. Folglich wurden zahlreiche URLs unter claude.ai/share/* von Google gecrawlt und indexiert. Obwohl in der Seitenbeschreibung „Keine Informationen verfügbar“ angezeigt wird, können Nutzer dennoch auf den Link klicken und den Inhalt der Sitzung direkt einsehen.
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