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Brasilien fordert Meta auf, die Richtlinie einzustellen, die Drittanbieter-KI-Chattbots in WhatsApp blockiert.

Die brasilianische Wettbewerbsbehörde hat WhatsApp aufgefordert, seine Richtlinie auszusetzen, die Drittanbieter von KI-Unternehmen daran hindert, ihre Business-API zur Bereitstellung von Chatbots auf der Plattform zu nutzen. Zudem wurde eine Untersuchung eingeleitet, um festzustellen, ob diese Richtlinie wettbewerbswidrig ist.
„Laut den Ermittlungen gibt es Anzeichen für potenziell wettbewerbswidriges Exklusivverhalten durch die Anwendung der neuen WhatsApp-Betriebsbedingungen („WhatsApp Business Solution Terms“), die von Meta eingeführt wurden, um den Zugang sowie die Bereitstellung von Technologien von KI-Tool-Anbietern an WhatsApp-Nutzer zu regulieren“, erklärte der Conselho Administrativo de Defesa Econômica (CADE).
CADE kündigte an, prüfen zu wollen, ob Metas Bedingungen Konkurrenten ungerecht ausschließen und Meta AI, den Chatbot des Unternehmens, der auf WhatsApp verfügbar ist, unangemessen bevorzugen.
Im Oktober aktualisierte Meta die Nutzungsbedingungen für die WhatsApp Business API und verbietet damit Drittanbieter von KI-Unternehmen, ihre Chatbots auf dieser Plattform anzubieten. Unternehmen wie OpenAI, Perplexity und Microsoft machten bald darauf deutlich, dass ihre Chatbots nach Inkrafttreten der Regelung am 15. Januar nicht mehr über WhatsApp zugänglich sein würden. Zu beachten ist, dass Metas Richtlinie es Unternehmen nicht verbietet, eigene Chatbots – unabhängig davon, ob sie von KI angetrieben werden – zu entwickeln, um Kunden innerhalb von WhatsApp zu bedienen.
CADEs Untersuchung folgt auf Wettbewerbsuntersuchungen der Europäischen Union und Italiens zur gleichen Richtlinie. Sollte die EU Meta für Verstöße gegen ihre Wettbewerbsregeln finden, könnte das Unternehmen Geldstrafen in Höhe von bis zu 10 Prozent seines weltweiten Umsatzes drohen.
Laut einer von TechCrunch geprüften Mitteilung an Entwickler kann Meta den KI-Anbietern mitteilen, dass sie ihre Chatbots auch nach Inkrafttreten der neuen Regeln am 15. Januar weiterhin Nutzern in Italien anbieten dürfen. Nach der Anordnung von CADE könnte das Unternehmen eine ähnliche Entscheidung in Brasilien treffen.
Meta reagierte auf eine Anfrage um Stellungnahme außerhalb der regulären Geschäftszeiten nicht sofort.
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