Warner Music übernimmt das KI-Zuschreibungsstart-up Sureel AI

Warner Music Group (WMG) hat am Mittwoch bestätigt, dass es Sureel AI, ein Startup für KI-gestützte Attribution, übernimmt. Die proprietäre Technologie von Sureel generiert „AI-DNA“ für Musikstücke, indem sie diese in ihre Bestandteile zerlegt, um nachzuverfolgen, wie KI-Modelle diese Komponenten nutzen.
Mit dieser Übernahme zielt WMG darauf ab, seine Fähigkeit zu verbessern, zu überwachen, wann die Werke seiner Künstler und Songwriter in KI-generierten Inhalten genutzt oder zur Schulung von KI-Modellen eingesetzt werden.
„Die Integration von Sureel in WMG stärkt unsere Kapazitäten zum Schutz, zur Kontrolle und zur Monetarisierung und stellt sicher, dass die kreative Gemeinschaft die Hoheit über ihr geistiges Eigentum, ihren Namen, ihr Bild, ihre Ähnlichkeit und ihre Stimme behält“, erklärte WMG-CEO Robert Kyncl in einer Pressemitteilung.
Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht offengelegt.
Das 2022 gegründete Sureel bietet zudem Nachweise zur Herkunft geistigen Eigentums, Audit- und Compliance-Berichte, Modelloptimierung sowie KI-Geschäftsanalysen. Das Startup verfügt über eine Attributionssuite für Namen, Bild und Ähnlichkeit (NIL), die darauf ausgelegt ist, zu verfolgen, wie die Stimmen, das Erscheinungsbild und die Performance-Identitäten von Künstlern in der KI-Schulung und -Generierung genutzt werden. Dies umfasst Stimmklone, KI-generierte Avatare und Stilreplikationen.
Laut WMG wird das Startup weiterhin als eigenständige Plattform für das breitere Musik- und KI-Ökosystem operieren.
„Rechteinhaber verdienen es zu verstehen, wie KI mit ihren Werken interagiert und fair am geschaffenen Wert teilhat“, bemerkte Sureel-Gründer und CEO Tamay Aykut. „Sureel wurde entwickelt, um dies zu ermöglichen, und mit WMGs Unterstützung können wir unsere Mission im großen Maßstab umsetzen, indem wir eine transparentere und gerechtere Zukunft fördern und gleichzeitig das Wertwachstum im gesamten Musik- und Unterhaltungsökosystem vorantreiben.“
WMG hat seine Haltung gegenüber KI gewechselt und sich von anfänglicher Ablehnung hin zur aktiven Auseinandersetzung bewegt. Das Unternehmen verklagte 2024 ursprünglich das Musikgenerierungs-Startup Suno, schloss jedoch im vergangenen Jahr einen Lizenzierungsvertrag mit ihnen ab. WMG erklärte damals, dass Künstler und Songwriter die volle Kontrolle darüber behalten würden, ob und wie ihre Namen, Bilder, Ähnlichkeiten, Stimmen und Kompositionen in neuer KI-generierter Musik genutzt werden.
Bemerkenswerterweise verfolgen Sony Music Entertainment und Universal Music Group weiterhin erhebliche Urheberrechtsverletzungsklagen gegen KI-Musikstartups.
Im vergangenen Jahr einigte sich WMG zudem auf einen Vergleich seiner Klage gegen das KI-Musikstartup Udio und schloss einen Lizenzierungsvertrag mit dem Unternehmen ab.
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