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US-Investoren erhalten Zugang zu SK Hynix, einem weiteren Speicherhersteller, der vom KI-Boom profitiert.

SK Hynix, ein führender südkoreanischer Hersteller von Speicherchips und wichtiger Konkurrent zu Samsung und Micron, hat am Montag Pläne bekannt gegeben, etwa 17,8 Millionen Aktien im Rahmen eines US-Börsengangs (IPO) anzubieten. Wenn die Nachfrage der Anleger den Erwartungen entspricht, könnte das Unternehmen nach Angaben von Bloomberg basierend auf seinem jüngsten Schlusskurs in Seoul rund 28 Milliarden US-Dollar einsammeln.
Das Unternehmen wird American Depositary Receipts (ADRs) ausgeben, die es US-Anlegern ermöglichen, ausländische Aktien zu erwerben, ohne direkt auf ausländische Börsen zugreifen zu müssen. Jede ADR wird einem Zehntel einer Stammaktie entsprechen. Die Preisfestlegung wird voraussichtlich am Donnerstag erfolgen, der Handel beginnt am Freitag.
Ähnlich wie Micron profitiert SK Hynix von einem durch die künstliche Intelligenz (KI) getriebenen Anstieg sowohl der Umsatzerlöse als auch der Aktienkursentwicklung. Das Unternehmen meldete Umsatzerlöse im ersten Quartal, die um fast 200 % höher waren als im gleichen Vorjahreszeitraum, wobei der Aktienkurs im laufenden Jahr um etwa 260 % stieg. Dieses Wachstum wird durch den hohen Speicherbedarf von KI-Systemen vorangetrieben. Da große Technologieunternehmen wie Amazon, Microsoft, Google und Oracle ihre KI-Infrastruktur ausbauen und neue Rechenzentren in großem Umfang entstehen, hat die Nachfrage nach Speicherchips – einschließlich High-Bandwidth-Speicher (HBM), DRAM und NAND – das Angebot übertroffen. Dieser Engpass, der oft als „RAMageddon“ bezeichnet wird, hat Apple bereits dazu veranlasst, die Preise für Mac-Computer und iPads zu erhöhen.
Südkoreanische Tech-Giganten, angeführt von SK Hynix und Samsung, haben sich verpflichtet, mehr als 550 Milliarden US-Dollar in die Erweiterung der Produktionskapazitäten zu investieren. Diese Strategie birgt jedoch erhebliche Risiken: Bis neue Anlagen in Betrieb gehen, könnten sich die KI-Speicheranforderungen verschieben, was potenziell zu einer Überproduktion und Preisverfall führen könnte. Dennoch sucht Wall Street weiterhin nach dem nächsten Nvidia, wobei Speicherchiphersteller derzeit als die nächsten Alternativen angesehen werden.
Micron, der Hauptkonkurrent der USA, hat seine Aktie im vergangenen Jahr um fast 700 % steigern können und einen Marktwert von über 1 Billion US-Dollar erreicht. Dieses Wachstum wird durch rekordhohe, durch KI getriebene Nachfrage nach Speicherprodukten und entsprechende Umsatzerlöse vorangetrieben.
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