OpenAI übernimmt das AI-Start-up für persönliche Finanzen Hiro

OpenAI hat das Finanzstart-up Hiro Finance übernommen, wie Gründer Ethan Bloch am Montag bekannt gab. OpenAI bestätigte die Übernahme gegenüber TechCrunch. Das Start-up erhielt Unterstützung von der führenden Fintech-Venture-Capital-Firma Ribbit sowie von General Catalyst und Restive.
Die Bedingungen der Übernahme wurden nicht offengelegt, und Hiro hat nie mitgeteilt, wie viel Kapital es aufgebracht hatte. Da Hiro angekündigt hat, seine Geschäfte am 20. April zu beenden und alle Daten bis zum 13. Mai von seinen Servern zu löschen, scheint es sich um eine Übernahme zu handeln.
Bloch erklärte in seinem Beitrag, dass die Mitarbeiter von Hiro zu OpenAI wechseln werden. Er gab nicht an, wie viele Personen das sein werden, aber LinkedIn zeigt, dass rund 10 Menschen mit dem Unternehmen verbunden sind. Bloch hat auf unsere Anfrage nach Kommentaren nicht reagiert.
Hiro wurde im Jahr 2023 gegründet und brachte vor etwa fünf Monaten seine AI-basierte Finanzplanungs-Software auf den Markt. Sie ermöglicht es Verbrauchern, mithilfe von AI finanzielle Pläne zu erstellen. Nutzer geben finanzielle Angaben wie Gehalt, Schulden und monatliche Ausgaben ein, und die App erstellt verschiedene Szenarien, um bei Entscheidungen zu helfen.
In einer Produktvorstellung erklärte Bloch, dass Hiro speziell darauf trainiert wurde, in Finanzrechnungen besonders gut zu sein – unter anderem mit einer Funktion, die es Nutzern ermöglicht, die Genauigkeit der Berechnungen zu überprüfen. In den letzten Jahren haben fortschrittliche AI-Modelle ihre Leistung in allen Arten von Mathematik erheblich verbessert. Historisch gesehen war das jedoch nicht der Fall.
Diese Übernahme ist aus mehreren Gründen bemerkenswert. Bloch gründete zuvor Digit, eine rein digitale Bank, die Nutzern dabei half, automatisch Geld zu sparen. Laut Oportun wurde Digit im Jahr 2021 für über 200 Millionen Dollar an sie verkauft.
Außerdem ist dies nicht die erste Finanzapp, die OpenAI übernommen hat. Da OpenAI ChatGPT als nützliches Werkzeug für Geschäftsfinanzteams bewirbt, ist es verständlich, dass das Unternehmen nach weiteren Fachkräften in diesem Bereich sucht. Ob OpenAI beabsichtigt, die Finanzplanungs-Software zu einer noch spezialisierten Anwendung weiterzuentwickeln, bleibt abzuwarten.
Eine weitere Möglichkeit ist, dass diese Übernahme dazu dient, OpenAI für die Nutzer von OpenClaw attraktiver zu machen – schließlich bevorzugen viele diese Plattform. OpenClaw ist ein beliebtes Tool für automatisierte Aktienhandel. Bloch erwähnte auf LinkedIn, dass er seinen eigenen automatisierten Handelsagenten namens RoboBuffett entwickelt hat.
Ein weiterer interessanter Hinweis: Bloch sagte gegenüber Business Insider, dass Hiro sein 15. Projekt war – seine Karriere als Tech-Unternehmer begann er bereits im Alter von 13 Jahren. Die ersten 13 Projekte scheiterten. Sein 14. Unternehmen, Flowtown, ein SaaS-Tool für soziale Medien, das 2009 veröffentlicht wurde, verkaufte er für 4,5 Millionen Dollar. Digit wurde laut Bloch für rund 230 Millionen Dollar verkauft. Nun hat er sein neuestes Start-up an OpenAI verkauft – ein Unternehmen, das Rekorde bei Wachstum und Kapitalbeschaffung aufgestellt hat und mit einem Börsengang neue Höchststände erreichen könnte.
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