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Anthropic bringt eine Desktop-Steuerung für Claude auf den Markt, die die Zuweisung von Aufgaben über das Smartphone ermöglicht
Anthropic gab am 24. März bekannt, dass sein KI-Assistent Claude nun über eine Funktion namens „Computer Use“ verfügt, die für Pro- und Max-Nutzer als Forschungsvorschau verfügbar ist.
Diese Funktion ist in zwei Desktop-Produkte integriert: „Claude Cowork“ für Wissensarbeiter und „Claude Code“ für Entwickler. Nachdem Nutzer ihre Aufgaben beschrieben haben, plant Claude selbstständig die einzelnen Schritte, öffnet Anwendungen, surft im Internet und verwaltet Dateien – einschließlich Mausklicks und Tastatureingaben. Vor jeder Aktion zeigt die Benutzeroberfläche den Aktionsplan an und wartet auf die Bestätigung des Nutzers, die jederzeit unterbrochen werden kann.

Dispatch: Vom Smartphone aus anweisen, auf dem Computer ausführen
Der bemerkenswerteste Teil dieses Updates ist eine Funktion namens „Dispatch“. Nutzer geben Aufgaben in der Claude-App auf ihrem Smartphone ein, beispielsweise „Das Pitch-Deck exportieren und an die Einladung zur Besprechung um 14 Uhr anhängen“ oder „Den Entwicklungsserver starten und einen Screenshot der Bibliotheksseite machen“. Claude führt diese Aufgaben automatisch auf dem Desktop aus und sendet eine Benachrichtigung, sobald sie abgeschlossen sind.
„Dispatch“ unterstützt auch geplante und wiederkehrende Aufgaben, wie zum Beispiel „Jeden Morgen E-Mails scannen“ oder „Jeden Freitag einen Bericht erstellen“.
Was die Funktionsweise betrifft, greift Claude vorrangig auf integrierte Dienste von Drittanbietern wie Slack, Calendar, Notion, GitHub und andere zurück. Ist kein entsprechender Konnektor verfügbar, fordert das Programm Bildschirmzugriffsberechtigungen an, um die Benutzeroberfläche der Anwendung direkt zu steuern.

Derzeit wird nur macOS unterstützt, beginnend mit der Pro-Version
Derzeit ist die Bildschirmsteuerung auf macOS beschränkt; die Windows-Version wird noch nicht unterstützt. Für die Funktion muss die Desktop-App auf die neueste Version aktualisiert und mit der mobilen App gekoppelt sein. Der Computer muss eingeschaltet und im aktiven Zustand bleiben.
Was die Abonnementanforderungen betrifft, so können sowohl der Claude Pro-Tarif (Jahreszahlung 17 $/Monat, monatliche Zahlung 20 $) als auch der Max-Tarif diese Funktion nutzen. Anthropic weist darauf hin, dass komplexe Aufgaben die Nutzungskontingente schnell aufbrauchen, sodass Nutzer mit hohem Bedarf ein Upgrade auf den Max-Tarif (100 bis 200 $ pro Monat) in Betracht ziehen sollten.
So greifen Sie darauf zu: Besuchen Sie nach der Aktualisierung der Desktop-App claude.com/product/cowork, um die Funktion zu aktivieren.
Datenschutz und Einschränkungen
Anthropic betont, dass Nutzer die volle Kontrolle haben: Sie können auswählen, auf welche Ordner und Konnektoren Claude zugreifen darf, und vor wichtigen Vorgängen werden zusätzliche Bestätigungsaufforderungen angezeigt. Verlaufsdaten werden lokal gespeichert und nicht mit dem Server synchronisiert. Diese Funktion ist nicht für regulierte Branchen geeignet, wie beispielsweise HIPAA-konforme Szenarien.
Hintergrund
Dies ist nicht das erste Mal, dass Anthropic „Computer Use“ vorstellt. Im Oktober 2024 ging die API-Version von „Computer Use“ auf Basis von Claude 3.5 Sonnet in die öffentliche Testphase. Anfang dieses Jahres wurden in der Cowork-Vorschauversion Funktionen zur Verarbeitung von Desktop-Dateien hinzugefügt. Die Integration der mobilen App „Dispatch“ mit Bildschirmsteuerung markiert einen Meilenstein in der Weiterentwicklung der Produktlinie hin zu einer einsatzfähigen Version.
Technikmedien wie Engadget und 9to5Mac berichteten kurz nach der Veröffentlichung darüber, und Anthropic kündigt an, das Produkt auf Basis von Nutzer-Feedback weiterzuentwickeln. Der Zeitplan für die Unterstützung der Windows-Version wurde noch nicht bekannt gegeben.
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So greifen Sie darauf zu: Besuchen Sie nach der Aktualisierung der Desktop-App claude.com/product/cowork, um die Funktion zu aktivieren.
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Hintergrund
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